

Aktionstag "WIR können Pflege": Pflege muss attraktiver werden!
Berlin, 12. Mai 2014 - Rotkreuzschwestern gehen für leistungsgerechte Vergütung und eine verbindliche Personalausstattung auf die Straße.
Zu einem bundesweiten Aktionstag anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Pflege ruft der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. (VdS) seine Mitgliedsverbände auf. Die Forderung nach einer umfassenden Pflegereform, die mit einer Pflegebildungsreform einhergehen muss, werden vom Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes Dr. Rudolf Seiters unterstützt: "Um unsere Pflegefachkräfte auch für die Zukunft professionell auszubilden, ist eine noch umfassendere Ausbildung notwendig. In Hinblick auf die demografische Entwicklung ist es unerlässlich, dass Pflegekräfte künftig präventive, rehabilitative, palliative und sozialpflegerische Aufgaben eigenverantwortlich übernehmen können."
Bundesweit beteiligen sich DRK-Schwesternschaften am Aktionstag ihres Dachverbandes, dem VdS, und sorgen bei sich vor Ort dafür, dass die Forderungen in der Öffentlichkeit und der Politik Gehör finden. Die Präsidentin des VdS, Generaloberin Brigitte Schäfer, erklärt die Motivation für diesen Aktionstag wie folgt: "Wir wollen mit unseren Veranstaltungen vor Ort, wie beispielsweise in Lüneburg, Bremen oder in Neustadt, auf die kritische Situation in der Pflege aufmerksam machen. Es ist fünf vor zwölf. Aufgrund der demografischen Entwicklung und unattraktiver Rahmen- und Arbeitsbedingungen verstärkt sich der Fachkraftmangel in der Pflege. Die Personalbemessungsgrenze sowie die Vergütung der Pflegenden müssen endlich steigen." Während der bundesweiten Aktionen werden Unterschriften von Unterstützern gesammelt, die die Präsidentin im Nachgang Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zukommen lässt.
Dass der Pflegeberuf ein Beruf mit Zukunft ist und vielfältige Karrierechancen bietet, müsse noch bekannter werden. "Der Aktionstag ist eine sehr gute Gelegenheit für unsere DRK-Schwesternschaften sich und ihr Leistungsspektrum vorzustellen und zu zeigen, dass WIR Pflege können. Er bietet aber auch vielen Jugendlichen die Chance, sich selbst einen Eindruck vom Berufsbild Pflege zu verschaffen", erklärt Schäfer.
