Stuttgart, 07.01.2014 - Die Diskussion um
eine Pflegekammer wurde in den vergangenen
Jahren immer wieder aufs Neue angefacht. Erst
im vergangenen Dezember befürworteten
die professionell Pflegenden in Bayern die
Einrichtung einer Pflegekammer. Um Fragen
zum Thema Pflegekammer zu klären, gab
nun der VdS ein Informationsblatt heraus.
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Im Rahmen der "Berufspolitischen Information"
informiert der Verband der Schwesternschaften
vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS) über
den aktuellen Stand sowie den Zweck einer
Pflegekammer für beruflich Pflegende.
Eine kurze Übersicht der wichtigsten
Punkte:
- Was verbirgt sich eigentlich hinter
einer Pflegekammer?
Juristisch gesehen ist eine Pflegekammer
eine Berufskammer und als solche Körperschaft
des öffentlichen Rechts. Sie nimmt
- vergleichbar mit anderen Heilberufekammern
(z. B. Ärztekammer, Apothekerkammer)
- die Interessen der Gesellschaft zu deren
Wohl stellvertretend für den Staat
wahr. Praktisch gesehen bedeutet die Schaffung
einer Kammer die Selbstverwaltung einer
Berufsgruppe durch Experten aus den eigenen
Reihen - im Gegensatz zu der derzeitigen
Regulierung des Berufsstands durch den Staat
und zumeist Fachfremde.In Europa und auch
weltweit sind Pflegekammern schon Standard,
auch Deutschland sollte sich dieser Professionalisierung
des Pflegeberufes nicht verschließen
und professionell Pflegenden den Anschluss
an internationale Standards ermöglichen.
- Ziele und Aufgaben einer Pflegekammer
Das oberste Ziel einer Pflegekammer ist
die Sicherstellung einer sachgerechten professionellen
pflegerischen Versorgung der Bürgerinnen
und Bürger entsprechend aktueller pflegewissenschaftlicher
Erkenntnisse. Die Pflegekammer hat die Aufgabe,
die beruflichen Belange der Pflegekräfte
zu fördern. Sie soll der Pflege eine
starke Stimme geben und sie mit anderen
Akteuren des Gesundheitswesens gleichstellen.
- Position des Verbandes der Schwesternschaften
vom DRK e.V.
Aus Sicht des Verbandes der Schwesternschaften
vom DRK e.V. ist die Pflegekammer als eine
gemeinsame Selbstverwaltung der Pflegenden
der entscheidende Schlüssel zur Ausgestaltung
des Berufsfeldes. Gerade vor dem Hintergrund
der Reform der Pflegeausbildung ist es unerlässlich,
dass sich das berufspolitische Gewicht der
Pflege entsprechend in einem Dachverband
mit handlungsfähigen demokratischen
Strukturen wiederfindet, damit den pflegerischen
Interessen diesbezüglich entsprechend
Nachdruck verliehen werden kann. Denn es
ist wichtig, dass die Ziele und Aufgaben
der Pflege durch die Berufsgruppe selbst
definiert werden.
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