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Württembergische Schwesternschaft vom Roten Kreuz

VdS ruft zum bundesweiten Aktionstag auf

Stuttgart, 12. Mai 2014 - Am Tag der Pflege fordert der Verband der Schwesternschaft vom Roten Kreuz e. V. von der Politik, endlich die schon lange anstehenden Entscheidungen im Bereich der Pflege anzupacken und 2014 das "Jahr der Pflege" werden zu lassen.

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Der Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS) gehört zum ältesten Teil der Rotkreuzbewegung und ist als Mitgliedsverband des Deutschen Roten Kreuzes aktiver Teil eines Spitzenverbandes der Freien Wohlfahrtspflege - mit dem Fokus Pflege und Gesundheit. Der VdS vertritt als Dachorganisation bundesweit 33 DRK-Schwesternschaften und rund 22.000 Rotkreuzschwestern, darunter auch die Württembergische Schwesternschaft vom Roten Kreuz e. V. mit ihren rund 1.800 Mitgliedern. Der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. ist der Fachverband für professionelle Pflege innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes. Mit modernen pflegerischen Angeboten und hoher fachlicher und menschlicher Kompetenz stellen wir mit unseren Rotkreuzschwestern die optimale Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen in den Mittelpunkt.

Anlässlich des Tages der Pflege am 12. Mai 2014 rufen wir zu einem bundesweiten Aktionstag unter dem Motto Kompetent. Menschlich. Nah. WIR können Pflege! auf. Damit soll auf die kritische Situation in der Pflege aufmerksam gemacht werden. Wir fordern von der Politik, endlich die schon lange anstehenden Entscheidungen im Bereich der Pflege anzupacken und 2014 das "Jahr der Pflege" werden zu lassen. Wir sind uns unserer Verantwortung als beruflich Pflegende bewusst und möchten gerne Entscheidungen mit gestalten!

Daher stellt der Verband der Schwesternschaft vom Deutsche Roten Kreuz e. V. folgende Forderungen an die Politik:

  • Errichtung von Pflegekammern
    Es ist an der Zeit, dass wir Entscheidungen, die unsere Berufsgruppe betreffen, mit gestalten! Um für uns selbst sprechen und unsere Angelegenheiten selbst regeln zu können, benötigen wir eine starke Stimme. Es ist wichtig, dass unsere Ziele und Aufgaben durch uns selbst definiert werden: "Eine gemeinsame Selbstverwaltung der Pflegenden ist der entscheidende Schlüssel zur Ausgestaltung des Berufsfeldes."

  • Verabschiedung eines Pflegeberufegesetzes
    Die Einführung eines Pflegeberufegesetzes ist mehr als überfällig. Denn: Es müssen endlich vorbehaltene Aufgabenbereiche für die professionell Pflegenden festgeschrieben werden. Nur so kann die Basis für eine effiziente und vernetzte Zusammenarbeit aller Gesundheitfachberufe geschaffen werden. "Die Kompetenz- und Verantwortungsbereiche müssen endlich klar geregelt werden. Damit einher geht eine leistungsgerechte Vergütung."

  • Verbindliche Personalausstattung und leistungsgerechte Vergütung
    Um die Pflege als Berufsfeld attraktiv zu machen, bedarf es besserer Arbeitsbedingungen und auch einer der Leistung der Pflegenden entsprechende Vergütung. "Ein Tag ohne Pflege ist unvorstellbar. Leider müssen die Pflegekräfte heute oft an ihr Limit gehen oder überschreiten es sogar. Wir brauchen daher zukunftsfähige Konzepte, mit denen man dem Personalengpass entgegenwirken und den Pflegeberuf attraktiver gestalten kann."

  • Grundlegende Reform der Pflegeausbildung - inklusive Sicherstellung einer nachhaltigen Ausbildungsfinanzierung
    Sowohl im stationären wie im ambulanten Bereich wird händeringend qualifizierter Nachwuchs gesucht. Die Qualitätsanforderungen steigen, die Aufgaben werden erweitert. Aufgrund der fehlenden Attraktivität ist es oft schwierig, junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern. Um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bedarf es einer Erhöhung der Ausbildungskapazitäten und zugleich der Sicherstellung einer nachhaltigen Ausbildungsfinanzierung. Die bereits im letzten Koalitionsvertrag festgeschriebene Zusammenführung der Pflegeausbildungen muss endlich realisiert werden. Neben der beruflichen Ausbildung muss die regelhafte Möglichkeit des Berufszugangs über primär qualifizierende Studiengänge gegeben sein. Diese Forderungen leiten sich von den veränderten und komplexeren Anforderungen an beruflich Pflegende ab. "Das Pflegebildungssystem muss zudem vertikal und horizontal durchlässig sein, um realisierbare Karrierechancen und ein attraktives Berufsbild zu bieten." Der Verband der Schwesternschaften vom DRK hat daher ein modular aufgebautes Berufslaufbahnkonzept entwickelt.

  • Umsetzung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs
    Dabei sind die Prävention von Pflegebedürftigkeit und die pflegerische Rehabilitation noch weiter zu stärken.

(Alle Zitate stammen von der Präsidentin des VdS, Generaloberin Brigitte Schäfer.)

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© Württembergische Schwesternschaft vom Roten Kreuz e.V.
Deutsches Rotes Kreuz